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Die Online-Akademie für musikalische Tiefe, klangliche Eleganz und spielerische Leichtigkeit

600 Tage / 1000 Beiträge

Von der Kurs-Idee zur Online-Akademie


Heute vor 600 Tagen legte ich den Grundstein für »Groove and Sound«! Am 23. September 2023 entschied ich mich nach wochenlangen Überlegungen, das Projekt endgültig zu starten. Ursprünglich war geplant, im Frühjahr 2024 online zu gehen. Doch aus der Idee eines einfachen Gitarrenkurses für Liedbegleitung, basierend auf meinem Erfolgsrezept für Liedbegleitung und Improvisation (entwickelt an der Pädagogischen Hochschule Zürich), wurde weit mehr: »Groove and Sound« ist heute eine Online-Akademie mit einem einzigartigen methodisch-didaktischen Konzept für Instrumentalunterricht im Zeitalter der Digitalisierung.

Potenzial von Kreativität und Expertise

In »Groove and Sound« konnte ich mein gesamtes Know-how einbringen: als Musiker, Gitarren- und Liuto-forte-Spieler, Instrumentalpädagoge und Creative Generalist für digitale Kommunikation (Web, Print, Fotografie und Projektmanagement).

Kreative Prozesse sind im konkreten Ergebnis unvorhersehbar: Man kennt Anlass, Richtung und meist einen Zweck, doch weder Form noch Dauer des Ziels. Die Entscheidung im September 2023 war nicht nur der Startschuss für ein hochkomplexes, in seiner fraktal-geometrischen Struktur in Breite und Tiefe nahezu beliebig dimensionierbares Projekt, sondern auch der Beginn einer Reise voller grossartiger Entdeckungen und Erfolgserlebnisse.

Kreativität, eine abgestimmte Balance aus Perfektionismus und Optimalismus sowie effektives Projektmanagement (in meinem Fall selbst übernommen, was das Change-Management wesentlich vereinfacht...) ermöglichen mir auf »Groove and Sound« eine nahezu unbegrenzte Entwicklungsplattform für meine (scheinbar verschiedenartigen) Kompetenzen – Potenzial-Entfaltung im besten Sinne!

Methodik und Didaktik

Methodik und Didaktik im E- und Blended-Learning kann mehr bedeuten als Zoom-Unterricht (im sog. »Musiker-Modus«) und unpraktische, (oft) schlecht eingescannte Partituren! »Groove and Sound« steht für neue Ansätze methodisch-didaktischer Konzepte im E- und Blended-Learning sowie nicht zuletzt für höchste web-, ton- und videotechnische Qualität von »Groove« und »Sound«!

Beispielsweise bietet das »digitale Notenpult« die Möglichkeit, Informationen in der Partitur nach Bedarf ein- und auszublenden: Wir arbeiten auf »Groove and Sound« mit bedarfsgerechten Varianten von Partituren – mit Fingersätzen für die linke und die rechte Hand, nur für die linke, nur für die rechte Hand, nur zur Phrasierung oder Dynamik oder zu Artikulationen – alles in der Regel in Tabulatur und Noten oder beidem. Dies vereinfacht den Fokus auf bestimmte Aspekte und unterstützt die Entwicklung eines auditiven Verständnisses für die Musik! Das ist einer der (zugegeben: wenigen) Vorteile digitaler Partituren gegenüber gedruckten Ausgaben!

Meine über Jahrzehnte entwickelte, vielfach gelobte Klangtechnik, der »Dynamischer Anschlag«, und die daraus resultierenden pädagogischen Konzepte sollten auf »Groove and Sound« in ein zeitgemässes, digitales System integriert werden, das meinen künstlerischen und pädagogischen Anspruch kompromisslos umsetzt. – Vieles auf der Gitarre ist auch für Gitarrenspieler schwer erkennbar. Das gilt namentlich für den »Dynamischen Anschlag«.

Videographische Möglichkeiten wie das gleichzeitige Abbilden der linken und rechten Hand (»Screen-Splitting«), Zoom-Ansichten, Zeitlupen-Möglichkeiten oder die Visualisierung eines Klanges mit Sound-Analyse-Tools eröffnen neue, bisher ungeahnte Perspektiven. – Und ich denke, wir sind da erst ganz am Anfang...!

Punkto Wiedergabe der Aufnahmen auf groove-and-sound.com empfehlen wir eine angemessene Hardware. PC-/Laptop-Lautsprecher sind dazu denkbar schlecht geeignet. Darum gibt es dazu eine eigene Empfehlungsecke für Kursteilnehmer: Geeignete Kopfhörer, Soundkarten (Audiointerfaces) oder Lautsprecher sowie Mikrophone für die Online-Sessions im »Virtuellen Atelier« der Online-Akademie von »Groove and Sound«.

Strukturiertes Vorgehen für ein strukturiertes Ergebnis

Entscheidende Impulse zur Entwicklung und Systematisierung meines Lernangebots erhielt ich von Pascal Feyh und seinem grossartigen Team, insbesondere von Toby Brauer, meinem persönlichen Begleiter. Ohne deren Input, Expertise und geduldige Unterstützung wäre »Groove and Sound« nie möglich geworden! – 

Kunst, Kreativität und digitale Automatisierung eines Bildungsangebots für spanische Gitarre und Liuto forte sind tatsächlich vereinbar! Pascals »Business Builder« führte mich zu einer entscheidenden Erkenntnis: Elaborierte Methodik in der Beschäftigung mit Musik bedarf nicht nur einer Systematik im Unterricht (Methodik und Didaktik), sondern ebenso in dessen Angebot und Vermittlung online. Ohne diesen professionellen Ansatz zur Automatisierung von Akquirierung und Leistungserbringung wäre eine solch aufwendige Produktion von Lerninhalten, wie man es – meist schülerspezifisch – aus dem analogen Unterricht, kennt, undenkbar – ausser vielleicht mit grosszügiger Unterstützung eines Mäzens... 

So wurde Pascals unbezahlbares Know-how zum geistigen Paten meines »Groove‑and‑Sound Systems«, dessen Einzigartigkeit in mehrfacher Hinsicht die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Projekt bietet – und den Beweis liefert, dass man auch heutzutage von der Musik »frei und selbst-bestimmt« (Zitat: Pascal Feyh) leben kann – der Traum jedes Musikers! :-)

Das »Groove‑and‑Sound System« lehnt sich in seiner engmaschigen didaktischen Struktur eng an die bewährten Konzepte von Online-Sprachkursen an – im digitalen Instrumentalunterricht sind sie ein absolutes Novum! Dies ist mit ein Grund dafür, dass ich als ehemals überzeugter Skeptiker der Online-Musikvermittlung darin heute einzigartige Chancen und Stärken sehe für einen erfolgreichen Lernprozess! Die strenge Logik in Struktur und Aufbau bietet maximale Freiheiten in der Gestaltung der Inhalte – ganz analog zur Stringenz einer Fuge oder Sonate, welche durch ihre formale Klarheit ein perfektes Fundament darstellt für maximale musikalische Entfaltung. Das »Groove‑and‑Sound System« zeichnet sich just auf diese Weise aus.

Entwicklungsstand Plattform

Das massgeschneiderte Funktionskonzept, umgesetzt mit dem powervollen Open-Source-CMS Joomla, bildet die technische Basis der Plattform. Sie ist funktional und inhaltlich flexibel und erfüllt Anforderungen wie skalierbare Kursangebote, Mehrsprachigkeit oder zusätzliche Instrumente, z.B. den Liuto forte, zu welchem ich auf den Herbst einen eigenen Kurs anbiete.

Musik ist einfach verständlich, doch im Wesen komplex – ihre Vermittlung ebenso. Die technische Umsetzung ist entsprechend vielschichtig. Beispiel: Jede Lektion umfasst vier bis fünf Sequenzen (Einspiel, Technik, Werkstück...), unterteilt in bis zu fünf Einzelschritte, die je nach Spielniveau in mehreren Varianten verfügbar sind.

Ein Kurs besteht aus sechs Modulen mit je sechs Lektionen. Die hierarchische Struktur ergibt: 6 Module x 6 Lektionen x 5 Sequenzen x 5 Elemente x 3 Varianten = 2700 Datenbankfelder pro Kurs allein für die Videoinhalte. Zum Content der Lerninhalte zählen natürlich Texte, Verschlagwortung, Bilder, Grafiken, Downloads – diese mit eingerechnet wächst die fraktale Struktur um den Faktor 5... –

Eine solch differenzierte Struktur ist analog in dieser Dimension kaum realisierbar, und die im Digitalen geläufige iterative Vorgehensweise bedeutete im Analogen einen wohl unbezahlbaren Aufwand!  Dank Poweruser-Tools wie dem Mindmanager im Zusammenspiel mit cloud-basierten Kollaborationstools verwalten wir im Rahmen dieses Projekts Hunderttausende Inhalte in Datenbankfeldern, Zehntausende Dateien im Dateimanagement, Hunderte Tasks und Dutzende Arbeitspakete. – Was früher locker eines Teams von dreissig Personen bedurfte, bewältigen wir heute dank einem elaborierten Framework und einer gehörigen Portion Power-User-Know-How in einem vergleichsweise winzig kleinen Team!

Die »Groove‑and‑Sound Online-Akademie« umfasst alle Kurse und das Virtuelle Atelier. Die Online-Bibliothek bietet Werke, Partituren, Videos und weiterführende Links. Die Blogs – teils öffentlich, teils exklusiv für Akademie-Besucher – behandeln Musik, Gitarre, Liuto forte, Theorie, Praxis, Ästhetik und Didaktik. Von rund 1000 Beiträgen liegt die Mehrheit im geschützten Bereich, und ein grosser Teil versteckt sich dort noch »hinter dem Vorhang«; neue Inhalte entstehen nahezu täglich.

Prototyp mit Potenzial

Damit können wir »Groove and Sound« auch als Prototyp für künftige Konzepte bei der methodisch-didaktischen Arbeit in der Musikpädagogik betrachten. Zu gegebener Zeit werden wir mit dem »Groove‑and‑Sound System« auch auf die grossen Player im Bildungsbereich wie Fachhochschulen zugehen, wo die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beim individuellen Instrumentalunterricht schon lange nach neuen Lösungen rufen. – Denn, soweit ich sehe, ist von mutigen, originellen, innovativen digitalen Konzepten aus den Reihen der Instrumentalmusik-Pädagogen bisher wenig zu vernehmen, was eine dem analogen Unterricht ebenbürtige (oder gar optimierte!) Qualität für eine individuelle Ausbildung auf einem Musikinstrument ermöglichte.

Bestehende digitale Angebote beschränken sich grösstenteils auf Anleitungs-Videos, in denen referiert und demonstriert wird, was eh bereits in den Noten steht oder man in anderen (klanglich und musikalisch meist überzeugenderen) Aufnahmen hören kann, das Netz ist voll davon. – Aber taugte dieses Konzept als echter Ersatz für den klassisch-bewährten Instrumentalunterricht, würde es diesen, angesichts der grenzenlosen Verfügbarkeit solch digitaler Angebote noch geben? – Das »Groove‑and‑Sound System« ist der Versuch einer Antwort auf diese Jahrhundertproblematik in unserer bedrohten Musikkultur.

groove-and-sound.com

Ideen kommen (scheinbar) »aus dem Nichts«, und sie verschwinden, bleiben sie unrealisiert, spurlos »ins Nichts«. Die Idee zum Namen für mein Projekt kam mir während einer nächtlichen Autobahnfahrt irgendwo zwischen Stuttgart und Heilbronn. Der Verfügbarkeits-Check und die Registrierung der Domains erfolgten umgehend am nächstmöglichen Rastplatz! Weltweit scheint vor mir keiner an der Domain Groove and Sound interessiert gewesen zu sein – eine Überraschung, auf den ersten Blick.

Das Begriffspaar »Groove – Sound« beschreibt meine jahrzehntelange Arbeit an Gitarre und Liuto forte auf den Punkt. Dass ich offenbar weltweit der erste Musiker bin, der darin eine präzise, klingende und vielseitig einsetzbare Bezeichnung erkannte, gehört zu den zahlreichen, beglückenden Momenten in der hürdenreichen Entwicklungsphase dieses Projekts. Die Domain groove-and-sound.com scheint auf dieses Projekt gewartet zu haben!

Genauer betrachtet, sehe ich in diesem Glücksfall gleichzeitig auch ein bedenkliches Zeichen dafür, dass ein Grossteil der aktiven, unterrichtenden Musiker eine vertiefte Auseinandersetzung mit den digitalen Möglichkeiten in der Musikpädagogik noch scheut. Die Gründe mögen ganz praktisch sein. Fehlende oder mangelhafte Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien ein Hauptgrund – digitaler Notensatz oder Audiobearbeitung am PC zählen auch heute, zwei Jahrzehnte nach Finale 1.0 für Windows, noch immer nicht zum selbstverständlichen Handwerkszeug eines Instrumentalmusik-Pädagogen! Hinzu kommen oft grundsätzliche Bedenken ethischer Natur.

Persönlich bedauere ich dies, sehe darin einen der Gründe für die Krise in der Musikausbildung, welche man, bei ehrlicher Betrachtung, leider als (auch) hausgemacht bezeichnen muss: Ohne die Offenheit und Neugierde der grössten Genies der abendländischen Musikgeschichte, der Instrumentenbauer und der Komponisten, gegenüber neuen Möglichkeiten gäbe es keine Haydn-Quartette, keine Schubertlieder, keine Bach-Kantaten, keine Mozart-Sonaten oder Beethoven-Sinfonien...

»Über Musik spricht man nicht«

Was genau ist nun dieses »Groove‑and‑Sound System«? – Mein erster und langjähriger Lehrmeister, Dr. Bernard Czulowski, pflegte zu sagen:
»Non parliamo della musica!« (ital. »Über Musik spricht man nicht!«). Musik wäre schliesslich keine eigenständige Sprache, liesse sie sich übersetzen (oder übertragen). Musik ist selbstredend. Er hatte recht – und sprach weiter... ;-) 

Ich habe mir dieses Prinzip über Jahrzehnte zum Selbstverständnis gemacht: reden können wir sehr wohl über die Emotionen, die Musik in uns weckt, die Eindrücke, die sie in uns hinterlässt! Und darüber, wie musikalische Effekte, musikalische Wirkung zustande kommt! Darin liegt im Kern der Ansatz des »Groove‑and‑Sound Systems«. Jede Wirkung hat eine Ursache, und diese zu kennen, zu verstehen, sich die Mittel selber anzueignen, selber zaubern zu lernen und frei zu musizieren, als echte Sprache, als Ausdruck unseres Innersten – das ist das Ziel. 

»Groove‑and‑Sound Secret #1«

Im nächsten Schritt geht darum in diesen Tagen ein kleiner Kurs online: Im kostenlosen »Groove‑and‑Sound Secret #1« können interessierte Gitarrenspieler die Plattform und das »Groove‑and‑Sound System« konkret kennenlernen. Dabei erfahren sie etwas grundlegend Neues und Inspirierendes über ein Musikstück, das sie vermutlich schon lange kennen – aber noch nie auf diese Weise gesehen, geschweige denn gespielt haben!

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